Vorsorgeuntersuchung

 

Die Vorsorgeschwerpunkte des Gesundheits-Checks liegen auf Herz-Kreislauf, Stoffwechsel und Krebserkrankungen.

 

Das neue Vorsorgeprogramm zielt darauf ab, bei Menschen, die sich augenscheinlich guter Gesundheit erfreuen, Krankheiten im Frühstadium oder Risikofaktoren zu erkennen.

Die Vorsorgeuntersuchung orientiert sich dabei an Gesundheitszielen, die die

Früherkennung so genannter Volkskrankheiten und die Verminderung persönlichen

Leids bezwecken.

Personen mit entdeckten Risikofaktoren erhalten Primärprävention, also Hilfestellung

und Unterstützung in Hinblick auf die Reduktion ihres Risikos. Das kann die Verhinderung bzw. Verzögerung der Krankheitsentstehung bedeuten.

Personen mit entdeckter Erkrankung im Frühstadium erhalten Sekundärprävention. Das sind therapeutische Maßnahmen zur Verminderung oder Vermeidung des Fortschreitens der Krankheit oder deren Komplikationen.

 

Die Gesundenuntersuchung dient dazu ein Bild über den eigenen Gesundheitszustand zu bekommen:

 

• Früherkennung von schweren Erkrankungen, die noch rechtzeitig behandelt

werden können, wenn die Therapien noch nicht einschneidend und weitreichend

sind

• Motivation für einen gesünderen Lebensstil

• Überprüfung der bereits durchgeführten Maßnahmen aufgrund der Ergebnisse

einer früheren Gesundenuntersuchung

• Verbesserte Chancen für ein gesundes Älterwerden

• Die Menschen sollen in die Lage versetzt werden, eigenverantwortlich

zur Verbesserung der Lebensqualität und der Lebensverlängerung beizutragen.

 

Auf folgende Erkrankungen wird ein besonderes Augenmerk gelegt:

 

Bluthochdruck:

 

Diese Erkrankung ist mit verantwortlich für die Schädigung von Gefäßen und Organen und erhöht somit unerkannt und unbehandelt das Risiko von Gefäßverkalkung, Schlaganfällen, Herzinfarkten, Nierenschäden und vielen anderen schweren Krankheiten.

          Fettstoffwechsel-Erkrankung:

Zu hohe Cholesterinwerte und niedriges HDL führen vor allem zu vermehrter

und verfrühter Gefäßverkalkung und somit zu Herzinfarkt und anderen

Krankheiten.

         

Diabetes mellitus:

 

Hier geht es zum großen Teil um Diabetes mellitus Typ 2, im Allgemeinen

als „Zuckerkrankheit“ bekannt, der besonders im fortgeschrittenen Alter,

immer öfter aber auch bei jüngeren Menschen, vorkommt und dessen

Spätfolgen gravierend sind. Es drohen unter anderem Erblindung, Amputationen

(„diabetischer Fuß“), Organschäden und Schäden am Nervensystem.

         

Übergewicht / Adipositas:

 

Bewegungsmangel und Fehlernährung führen zu erhöhtem Körpergewicht.

Dieses stellt eine potenzielle Gefährdung der Gesundheit dar. In

Verbindung mit hohem Blutdruck und Fettstoffwechselstörungen stellt Übergewicht

eine besonders gefährliche Situation für den menschlichen

Körper dar.

 

Zu wenig körperliche Aktivität:

 

Die Aufforderung durch den Arzt zu mehr Bewegung, und sei es nur eine halbe

Stunde Spaziergang pro Tag, bekommt eine besonders wichtige Rolle in der Gesundheitspolitik.

Durch regelmäßige Bewegung wird eine Vielzahl von Erkrankungsrisiken

vermindert und die Volksgesundheit nachhaltig verbessert.

 

Tabak-Konsum:

 

Das Rauchen ist hauptverantwortlich für Lungenerkrankungen und Krebs im Atmungstrakt.

Die schädlichen Inhaltsstoffe des Tabakrauchs stören die Durchblutung

der Organe und schädigen die Gefäße. Dadurch wird der menschliche Körper

langfristig geschädigt, und zwar in einem enormen Ausmaß. Die Folgekrankheiten,

die durch das Rauchen verursacht werden, und die durch Rauchabstinenz

nicht vorhanden wären, verringern die Lebenserwartung und die Lebensqualität

der betroffenen Menschen in starkem Ausmaß.

 

Alkoholabhängigkeit:

 

Der Missbrauch und die Abhängigkeit von Alkohol stellen ein beträchtliches gesellschaftliches Problem dar. Die Schäden durch Alkohol manifestieren sich im

Straßenverkehr durch Unfälle, im privaten sozialen Bereich der Betroffenen, und

in den Krankheiten, die durch Alkoholkonsum begünstigt werden, wie Schäden

der Leber und des Nervensystems.

 

Arzneimittelmissbrauch und Abhängigkeit:

 

Die Abhängigkeit von Medikamenten, im Speziellen von Beruhigungs- oder

Schmerzmitteln, stellt für die betroffenen Menschen auf Grund der möglichen

Selbst- und Fremdgefährdung ein großes gesundheitliches und soziales Problem

dar. Durch einfühlsame Erfragung der Situation, Unterstützung durch Informationsmaterial und Kontaktadressen und gegebenenfalls Überweisung zu einem geschulten Arzt kann dem Betroffenen geholfen werden.

 

Krebserkrankungen:

 

Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs, Brustkrebs und Dickdarm / Mastdarmkrebs. Damit kann in den meisten Fällen eine Heilung der Krankheit oder zumindest eine Verbesserung der Lebenssituation erreicht werden.

 

Das Basisprogramm besteht aus:

 

          • Ausführliches ärztliches Gespräch

          • Körperliche ärztliche Untersuchung

          • Laboruntersuchungen

 

Zusatzuntersuchungen sind:

 

          • Krebsabstrich (für Frauen ab dem 18. Lebensjahr)

          • Früherkennung Dickdarmkrebs

            (für Frauen und Männer ab dem 50. Lebensjahr)

 

Ihre Ärztin/Ihr Arzt erstellt Ihr persönliches Risikoprofil und berät Sie individuell. So haben Sie die Chance, Ihre gesundheitlichen Risiken zu verringern. Sie haben

Zeit, über gesundheitsfördernde Veränderungen Ihres Lebensstils bei den Kernthemen Alkoholkonsum, Rauchen, Ernährung und Bewegung zu sprechen.

 

Die Entscheidung liegt bei Ihnen!

 

Der Gesundheits-Check ist eine kostenlose Leistung der österreichischen Sozialversicherungsträger.

Nähere Informationen zum Umfang der Untersuchung gibt Ihnen

 

Dr. Michael Sokol

Wahlarzt für Allgemeinmedizin

2860 Kirchschlag Hauptplatz 26

02628/27072 ordi.sokol@aon.at

Für alle medizinischen Notfälle
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Maximilian Sokol 2015